Topwerte für die Nationalmannschaft

21.09.2009 | Frankfurt
Überragende Sympathie-Werte für die deutsche Nationalmannschaft hat "SPORT+MARKT" mit einer umfangreichen Studie über relevante Fußball-Themen ermittelt.

Die am 21. August 2009 im DFB-Präsidium und heute im "Jour fixe" der Präsidenten der Regional- und Landesverbände veröffentlichten Ergebnisse der vom DFB und seinem Generalausrüster adidas in Auftrag gegebenen Marktforschungsuntersuchung zeigen, dass sich unter anderem Popularität und Bedeutung des Teams von Bundestrainer Joachim Löw im Vergleich mit Erhebungen in den vergangenen Jahren noch mal gesteigert haben. Basis dieser im April 2009 durchgeführten Studie ist eine detaillierte Umfrage unter 2.015 Fußball-Interessierten zum Stellenwert des Fußballs in Deutschland.

Daraus ergibt sich, dass sich von den derzeit 44 Millionen Fußball-Interessierten in Deutschland zwischen 14 und 69 Jahren, von denen jeder Achte laut Umfrage aktiv Fußball spielt, 35 Millionen Menschen speziell für die Nationalmannschaft interessieren und davon 63 Prozent sich mit ihr identifizieren. Diese Identifikation erfolgt über Werte und Tugenden wie Teamgeist, Disziplin, Fairness, Charakter, Einsatz und Fitness, welche die DFB-Auswahl laut Umfrage verkörpert, und womit sie ihren Anhängern nach deren Auffassung "ein großes Gemeinschaftsgefühl" und einen "positiven Patriotismus" vermittelt.

Daneben steht das Team von Joachim Löw gerade bei jüngeren Befragten für Multi-Kulti im positiven Sinn und gilt als Beispiel einer geglückten Integration von ausländischen Mitbürgern in die deutsche Gesellschaft.

Damit haben sich Popularität und Image der deutschen Nationalmannschaft im Vergleich zu den 2002 und 2004 durchgeführten Studien nochmals deutlich verbessert. Waren 2004 beispielsweise 63 Prozent der Meinung, die DFB-Auswahl erzeuge eine "besondere Atmosphäre" und verbanden 46, 48 und 50 Prozent der damals Befragten es mit "sportlichen Highlights", "Begeisterung" und "Teamgeist", so haben sich diese vier Image-Werte auf 86, 84, 83 und 81 Prozent gesteigert. Ihr Profil ist erheblich schärfer geworden und unterstreicht ihren aktuellen Premium-Status, unter anderem als herausragende Plattform für vielfältige Werbe-Aktivitäten.

Zu den beliebtesten Mitgliedern des Nationalteams zählen, auch dies ermittelte "SPORT+MARKT", Philipp Lahm, Miroslav Klose, Lukas Podolski, Bundestrainer Joachim Löw, Bastian Schweinsteiger und Kapitän Michael Ballack.

"Wir freuen uns natürlich, dass unsere Nationalmannschaft so beachtliche Sympathie-Werte hat. Die neuerliche Steigerung der Popularität bei den Fans ist nicht nur das Ergebnis des Erfolgs und Auftretens bei der WM 2006 und bei der EURO 2008, sondern sicher auch die Konsequenz aus unseren Anstrengungen, neue sportliche Wege zu gehen und in der Öffentlichkeitsarbeit interessante Akzente zu setzen. Unser Team wird weiterhin alles dafür tun, um auch außerhalb des Spielfelds als glaubwürdiger und attraktiver Botschafter des deutschen Fußballs und Vorbild für die Jugend aufzutreten und somit den Ansprüchen gerecht zu werden, die mit der tollen Identifikation der Fans mit der DFB-Auswahl verknüpft ist", äußert Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff zu den Ergebnissen der Umfrage.

Deutlich gesteigert haben sich darüber hinaus die Image-Werte des DFB generell. 74 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass sich der Verband um den Fußball-Nachwuchs kümmert (2004 waren es 64 und 2002 59 Prozent); 58 Prozent glauben, dass er für faires Verhalten in der Bundesliga sorgt (49 und 48 Prozent waren es 2004 und 2002); 56 Prozent bescheinigen ihm die Förderung des Mädchen- und Frauenfußballs und bei 53 Prozent steht er für soziale und gesellschaftliche Verantwortung. Unter dem Strich gestehen 2009 dem DFB 55 Prozent "ein gutes Image" zu; vor fünf und sieben Jahren lag dieser Wert bei 44 beziehungsweise 40 Prozent. Hierbei erfreuen sich die "zeitgemäße" Organisation des Amateurfußballs und die "Dienstleistungen für die Fußball-Anhänger" deutlich wachsender Zustimmung unter den Befragten.

Mit der gezielten Förderung des Frauen- und Mädchenfußballs einher geht ein ebenfalls deutlich gestiegenes Interesse für Frauenfußball und an der Frauen-WM 2011 in Deutschland. Derzeit schenken neun Millionen Menschen dem Frauenfußball starke oder sehr starke Beachtung, davon 1,6 Millionen ausschließlich dem Frauenfußball.

"Die signifikante Verbesserung des gesellschaftlichen Stellenwerts und des Images unserer Sportart bestätigt, dass wir mit unserer Verbandspolitik auf dem richtigen Weg sind. Fußball ist für einen Großteil unserer Bevölkerung ein wichtiger positiver und emotionaler Anker. Die Umfrage zeigt, dass unseren Vereinen bei der Förderung sportlich-fairer Verhaltensweisen, der Unterstützung der besten Talente und beim Umsetzen sozialer Werte eine besondere Bedeutung zukommt", erklärt DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger und ergänzt: "Das kontinuierlich wachsende Interesse am Frauen- und Mädchenfußball erfreut mich ganz besonders. Ich bin mir sicher, dass die Frauen-WM 2011 in unserem Land zu einer Initialzündung für den Durchbruch des Mädchen- und Frauenfußballs auf breiter Front wird."

Hervorragend positioniert ist in der Wahrnehmung der interessierten Öffentlichkeit zudem der DFB-Pokal, mit dem die Befragten vor allem Aufregung und Spannung und keinerlei negative Assoziationen verbinden. Mit einem Bekanntheitsgrad von 91 Prozent steht er hinter der Nationalmannschaft (99), der Bundesliga (96) und der Männer-WM (95) an vierter Stelle noch vor der UEFA Champions League (90) und dem UEFA-Pokal (87).

Etabliert unter den relevanten Fußball-Wettbewerben hat sich zudem die 3. Liga bereits nach ihrer ersten Saison mit einem Bekanntheitsgrad von immerhin 66 Prozent. Ihre Aushängeschilder waren laut Umfrage im vergangenen Spieljahr der 1. FC Union Berlin, Fortuna Düsseldorf und die SG Dynamo Dresden.

Zusammenfassend gilt also, dass Zuspruch und Zustimmung von Millionen Fans zum Fußball als dem mit Abstand beliebtesten Sport in Deutschland, ideell wie materiell, mit beachtlichen Zuwachsraten unvermindert anhält. Für DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach sind die Ergebnisse der "SPORT+MARKT"-Studie Bestätigung und Verpflichtung zugleich: "Das Image des DFB, dies bringt diese Marktforschungsstudie glasklar zum Ausdruck, wird entscheidend von unserem Nationalteam geprägt. Die Verwirklichung unserer verbandspolitischen Ziele, die Förderung des Breitensports, des Frauen- und Mädchenfußballs sowie unseres selbst gestellten gesellschaftspolitischen Auftrags, die Reputation, die Tradition und die wirtschaftliche Stabilität des DFB hängen entscheidend vom Erscheinungsbild der Nationalmannschaft ab. Das war uns immer bewusst und wird durch die Markt-Analyse zementiert."

Quelle: Pressemeldung Deutscher Fußball-Bund e.V. (DFB)

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